A ♥ U für den Provokationsraum im Gespräch mit Florian Rautenberg
Krachend schlägt ein Eisenspeer neben mir auf den Boden und reißt mich aus meiner Paralyse. Gerade war ich noch gefangen in meiner eigenen Welt, einer Welt aus Kinderbildern, Erinnerungen aus einer Welt vor dem Handy und W-Lan. Vor mir der Grund für meine Trance. Ein Mann in gelben Ölhosen mit nacktem Oberkörper und gelben Gummistiefeln. Majestro ist er im Moment. Maestro des Chaos, der Unsinnigkeit und des Publikums, das gebannt dem Treiben im kleinen Raum folgt.
Der Raum ist übersät von allerlei Tand. Da finden sich kindlich farbenfrohe Zeichnungen, Bauschutt, Luftballons, Absperrband, Pflastersteine, Girlanden. Die Gegenstände entbehren genauso viel Zusammenhang wie das Treiben, das mit ihnen gespielt wird. Und das ist auch gut so. Denn hier wird Kunst gemacht. Ich befinde mich im Ausstellungsraum des Provokationsraums. Vor mir, Florian Rautenberg – Performancekünstler. Um mich herum, jede noch so vorstellbare Emotion, von belustigt bis angewidert – zweifelnd, niedergeschrieben in den Gesichtern der Zuschauer. Florians Performance zeigt Wirkung und lässt jeden Betrachter seinen eigenen Raum zur Interpretation. Wenn auch seiner Aussage nach der Kern sehr einfach ist, so zieht doch jeder Betrachter seinen Eigenen daraus. Mich versetzte es in meine Kindheit, in eine Welt voller Bilder, einen Spielplatz und dem Gefühl des zwanglosen Tuend, des Lebens im Moment, ohne auf Konsequenzen zu achten, oder Aktionen groß zu überdenken. Denn daraus besteht das Spiel von Florian. Quasi sein Hirn auf “Durchzug” zu schalten und sich nur als Ventil der Kunst, des Schaffens und Bewegens zu sehen.
Ich habe diesem interessanten Jungkünstler ein paar Antworten entlocken können.
http://provokationsraum.de
Tags: Florian Rautenberg, Kunst & Kultur, Performance, Provokationsraum



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